Das Räuchern kommt von Rauchnacht bzw Räuchernacht. Es zählt wohl zu den ältesten Ritualen von Schamanen und Heilern, aber auch des „normalen“ Volkes. Durch das Räuchern wurden Geister verjagt, Haus, Hof und Stallungen geschützt, Krankheitskeime vernichte, oder es wurde bei Festen und Ritualen zur Bewusstseinserweiterung eingesetzt.
Früher wurde das ganze Jahr über geräuchert – heutzutage sind jedoch nur noch die Rauhnächte rund um Weihnachten und Neujahr bekannt.
Die Rauhnächte starten entweder am 21.12. (Wintersonnenwende) bzw am 24.12. (Heilige Nacht) und enden am 6.1., je nach Überlieferung. Es gibt verschiedene Methoden um zu Räuchern.
Räucherstövchen: Dabei wird das Räucherwerk auf ein Sieb gegeben, darunter steht ein Teelicht, dass die Räuchermischung sanft verbrennt. Dies ist eine sehr einfache und alltagstaugliche Variante. Es kann auch zwischendurch gemacht werden, um schlechte Energien oder Krankheiten zu vertreiben.
Räuchern mit Kohle: Die Räucherkohle wird entzündet (in einem feuerfesten Gefäß oder einer Räuchermuschel wird Sand gegeben und darauf die Kohle, um vor der Hitze zu schützen) und darauf legt man das Räucherwerk. Somit kann das Haus ausgeräuchert werden.
Räuchern mit Räuchersticks: Diese Kräuterbündel werden vorne angezündet, bis sie leicht vor sich hinglosen - meist können sie öfter benutzt werden. Räuchersticks sind eine gute Möglichkeit um das Haus, Hof und Ställe zu räuchern.
Das Ausräuchern startet beim Haus-/ Wohnungseingang. Dabei wird gegen den Uhrzeigersinn Raum für Raum durchgegangen. Auch die Ecken nicht vergessen. Dafür kann eine große Feder verwendet werden, um den Rauch bis in die Ecken zu fächern.
Wenn alle Räume ausgeräuchert wurden, werden die Fenster und Türen geöffnet, um die schlechten Energien loszuwerden. Wichtig ist es auch noch, wieder etwas Reinzuräuchern um das Haus nicht ohne Energie „stehen“ zu lassen. Dazu das gleiche Ritual noch einmal durchführen, jedoch im Uhrzeigersinn oder einfach in einem Räucherstövchen etwas Räucherwerk verräuchern.
Wichtig: Jeder räuchert etwas anders und das ist auch gut so. Dies sind nur Vorschläge meinerseits. Jeder ist für einen bewussten Umgang mit Räucherwerk/Feuer selber verantwortlich.
RÄUCHERWERK - verschiedene Sorten
Reinigung: Eiche, Fichte, Eisenkraut, Kapuzinerkresse, Wurmfarn, Salbei, Beifuß, Brennnessel, Rosmarin, Holler, Johanniskraut, Weihrauchharz
Harmonie: Kamille, Lavendel, Löwenzahn, Rosmarin, Ringelblume, Rotklee, Brombeerblätter, Weihrauchharz
Stressfrei: Gänsefingerkraut, Giersch, Hagebutte, Lavendel, Melisse, Rotklee, Schafgarbe, Beifuß, Brombeerblätter, Basilikum, Weihrauchharz
Selbstwert: Rose, Salbei, Rosmarin, Schafgarbe, Thymian, Beinwell, Eritrea Harz
Gesundheit: Fichte, Frauenmantel, Lavendel, Mutterkraut, Melisse, Salbei, Braunelle, Beinwell, Wacholder, Weihrauch
Schutz: Haselnuss, Linde, Kapuzinerkresse, Löwenzahn, Wurmfarn, Rosmarin, Beifuß, Spitzwegerich, Eisenkraut, Holler, Weihrauchharz
Liebe: Apfelschale und -blätter, Spitzwegerich, Rose, Lungenkraut, Linde, Erdbeerblätter, Malve, Haselnuss, Weihrauchharz
Licht: Erdbeerblätter, Gänseblümchen, Giersch, Hagebutte, Haselnuss, Johanniskraut, Melisse, Brennnessel, Eritrea Harz
Freude: Berufkraut, Spitzwegerich, Apfelschale und -blätter, Oregano, Pfingstrose, Himbeerblätter, Johanniskraut, Weihrauchharz
Winterzauber: Orangenschalen, Apfelblätter, Tanne, Apfelschale, Fichte, gelbe Rose, Wacholderbeeren, Zimtstange, Salbei, Nelken, Pfingstrose, Weihrauch